Gewinnung von Erdgas

Das Gas wird mit Bohrungen innerhalb reiner Erdgasfelder oder als ein Nebenprodukt von der Erdölförderung gewonnen.

Das Erdgas wird mit dreidimensionalen, physikalischen Seismografen erkundet. Danach werden geochemische Proben entnommen und anschließend eine Erdbohrung vorgenommen. In der Regel steht das Gas unter einem Druck von etwa 600 bar. Daher tritt dieses von alleine nach oben, wenn das Reservoir geöffnet wird. Jedoch nimmt auch hier der Gasdruck mit zunehmendem Entweichen des Gases ab.

Das Erdgas wird mit dreidimensionalen, physikalischen Seismografen erkundet. Danach werden geochemische Proben entnommen und anschließend eine Erdbohrung vorgenommen. Unterschieden wird auch hier zwischen Bohrungen an Land und Bohrungen auf See.

An Land werden konventionelle Erdgasbohrungen von bis zu 10 Kilometern vorgenommen. Dabei gibt es heute auch Bohrer, welche nicht nur senkrecht nach unten gelangen, sondern auch schräg oder sogar horizontal bohren können. Die horizontalen Bohrungen wurden insbesondere für die Offshorebohrungen entwickelt. Bei den Bohrvorgängen soll das Gestein einerseits zerstört und auch nach oben befördert werden. Bei dem sog. Rotary-Bohrverfahren wird ein Bohrgestänge an einem Flaschenzug innerhalb Bohrturmes nach unten geführt.

Da während des Bohrens Verluste an Bohrflüssigkeit auftreten können und auch die Gesteine Instabilitäten aufweisen können, müssen Rohrstränge den Bohrprozess stabilisieren. Danach wird mit einem kleineren Durchmesser weitergebohrt. Dabei nimmt der Durchmesser des Bohrloches stetig mit zunehmender Tiefe des Bohrloches von 70 Zentimetern auf etwa zehn Zentimeter ab. In den Mantel des Bohrers fließt während des Bohrvorgangs stetig eine Tonlösung, um den Bohrmeißel zu kühlen, das Bohrloch zu stabilisieren und um den Bohrklein zu fördern. Über der Schicht, in welcher das Gas geführt wird, wird eine Dichtungsmanschette, auch Packer genannt, angebracht. Zudem wird ein Hauptventil, um den Gasstrom zu Öffnen oder zu Schließen. Über dem Hauptventil werden Messapparaturen, Rohrverbindungen und Ventile angebracht. An der Erdoberfläche wird eine Erdgassonde mithilfe des Eruptionskreuzes angeschlossen. Dieses Eruptionskreuz besteht aus zwei Hauptschiebern.

Einer dieser beiden Hauptschieber ist auch als automatischer Sicherheitsabsperrschieber ausgestattet. Dieser schaltet bei kritischen Bedingungen die Sonde automatisch ab. Das Erdgas wird vom Bohrloch weg über den Schieber und über den Düsenstock mit einem Druck von etwa 70 bar zur Sammelstelle abgeleitet.

Die Bohrkosten betragen etwa 80 % der Ausgaben bei der Erschließung von neuen Erdgasstätten. Im Gegensatz zur Erdbohrtechnik wird bei der Offshoretechnik von einem Bohrturm aus gebohrt und gefördert. Hierbei konnten Wassertiefen von mehreren Hundert Metern erreicht werden. Neben den Plattformen mit ausfahrbaren Beinen gibt es nun auch schwimmende Bohrplattformen und auch Bohrschiffe nehmen Erdgasbohrungen vor.

Bei den schwimmenden Bohrplattformen und bei den Bohrschiffen werden die Bohrlochköpfe auf den Meeresgrund verlegt. Dadurch können die Bohranlagen in eine Wassertiefe von bis zu 3000 Metern vorstoßen.

Was ist Erdgas

Wie entsteht Erdgas

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