Gewinnung von Erdöl

Erdöl wird mithilfe von Bohrtürmen gefördert. Das erfolgt in mehreren Phasen. In der ersten Phase schießt das Öl durch seinen Natürlichen Druck an die Oberfläche. In der zweiten Phase müssen bereits Gas oder Wasser injiziert werden, um Erdöl fördern zu können. In der dritten Phase werden Polymere, Chemikalien, Dampf, Mikroben oder CO2 eingesetzt, um die Förderung zu beschleunigen. Insgesamt können zurzeit jedoch etwa nur bis zu 60 % des vorhandenen Erdöls in einem Reservoir gefördert werden. Schwieriger als die Förderung an Land ist die Offshore-Gewinnung, also die Erdölgewinnung auf offener See. Um überhaupt fördern zu können, müssen zunächst Bohrinseln errichtet werden. Erdöllagerstätten, die sich in der Nähe der Erdoberfläche befinden, erlauben das Fördern im Tagebau. Bei tiefer gelegenen Erdölstätten müssen Sonden zur Förderung eingesetzt werden.

Primärförderung:

In der Bohrung lässt der Unterdruck das Öl eintreten und durch eine Förderrohr bis zum Bohrkopf aufsteigen sobald auf der Bohrungssohle genügend Druck vorhanden ist. Ansonsten muss gepumpt werden. Neben dem Öl fließt auch Schichtwasser in das Bohrloch und wird mitgefördert. Wenn der Druck abgefallen ist, weil das Begleitgas ausgefördert wurde oder der Wasserdruck nicht stark genug ist, beginnt der Zufluss nachzulassen, obwohl erst zirka 18 % des Vorrats gewonnen wurden. Der Grund dafür liegt in der Komplexität der Fließwege in dem Netzwerk von Gesteinshohlräumen. Die auftretenden Reibungskräfte erfordern größere Druckgefälle entlang der Fließwege. Dadurch ist es kein Wunder, dass der Fluss im Laufe der Zeit stoppen kann. Um ihn aufrecht zu erhalten, muss der Lagerstättendruck wieder erhöht werden.

Sekundärförderung:

Injektion von Wasser oder Gas kann den Druck wieder aufbauen und anschließend konstant halten. Wasser bzw. Gas verdrängt das Öl  und führt damit zu einer verbesserten Ausbeute von bis zu 42 % des Vorrats. Die Physik der Fließprozesse von Öl, Gas und Wasser ist an Grenzen gebunden, die mit physikalisch Eigenschaften, wie Viskosität, Grenzflächenspannung oder Dichte, geprägt sind. Diese Grenzen zu überwinden, ist Aufgabe für die Tertiärförderung bei der Erdöl Gewinnung.

Tertiärförderung :

Durch Hilfe von Chemikalien kann die Grenzflächenspannung herabgesetzt werden, sodass Öl im Wasser emulgiert werden kann. Die Ausbeute kann so bis auf 66 % gesteigert werden. Mit 34 % Restöl bleiben trotzdem große Mengen an Öl in den Lagerstätten ungenutzt zurück.

Was ist Erdöl

Wie entsteht Erdöl